Glashütte am Dobrabach
1698 – 1715
Ab 1698 betrieb die Herrschaft Jaidhof am Dobrabach eine Glashütte, nachdem die Vorgängeranlage im Eisengraberamt 1692 wegen Holzmangels aufgegeben worden war. Unter Glasmeister Peter Eisner wurden vorwiegend Gebrauchsgläser aus grünlichem Waldglas erzeugt; archäologische Funde belegen darüber hinaus kobaltblau gefärbte Glasfragmente. Zur Belegschaft zählten anfänglich sieben Gesellen, zwei Schürer und eine Einbinderin. Eine urkundlich als „oberschlächtig" beschriebene Mühle am Dobrabach – die spätere Ebnermühle – diente vermutlich als zugehörige Glasschleiferei. Der Flurname „Dreihütten" verweist bis heute auf die einstige Bebauung. Nach knapp zwei Jahrzehnten erzwang die Erschöpfung der umliegenden Holzvorräte 1716 die Verlegung der Produktion auf den Schönberg.
Quellen
- Kugler E. - Heimatbuch Jaidhof, S. 273 ff
- Winkelbauer T. - Glashütten im Gföhleramt, S. 149 ff
- Volkmar Köllner: Nachlass zu Glasmacherfamilien im Waldviertel, 1980er Jahre. Archiv Gmünd/Waldviertel.
Nachfolger:Glashütte am Schönberg