Glashütte Brandeben
1690 – 1706
Die Glashütte Brandeben, auch als „neue Hütte“ der Herrschaft Weißenburg bekannt, bestand zwischen 1690 und 1706 im Raum Puchenstuben. Unter den Grafen Sinzendorf und dem Glasmeister Reichard Eybensteiner spezialisierte sich der Betrieb auf die Herstellung von Hohl- und Flachglas sowie die Fertigung bunter Glasperlen, sogenannter „Patterln“. Als Rohstoff diente lokaler Quarz aus Lunzer Sandsteinen, der in wasserbetriebenen Pochwerken zerkleinert wurde. Trotz ihrer kurzen Bestandsdauer prägte sie die Region nachhaltig. Noch heute finden sich in den umliegenden Wiesen regelmäßig Glasreste und Perlen in Maulwurfshügeln. Der Standort markiert den Übergang zu spezialisierten Manufakturen im heutigen Mostviertel.
Quellen
- Bernhard Gamsjäger - „Die ehemaligen Glashütten der Herrschaft Weißenburg“ (Unsere Heimat, Jg. 63, 1992, S. 340–343)