Glashütte Gressenberg Neuhütte
1724 – 1738
Im Jahr 1724 wurde der Betrieb der Glashütte Gressenberg von der „Althütte“ an den Standort des heutigen Gasthofes verlegt. Diese „Neuhütte“ markiert die technologische Blüte der Koralpen-Glaserzeugung vor der industriellen Umstellung auf Kohle. Archäologische Grabungen im Jahr 2020 legten die beeindruckenden Reste einer über acht Meter langen Ofenanlage frei. Besonders hervorzuheben ist die für die Zeit technisch fortschrittliche Doppelbefeuerung. Neben grünlichem Waldglas wurden hier auch hochwertige Tafelgläser produziert. 1738 endete die Produktion aufgrund von Holzmangel und staatlichen Forstschutzmaßnahmen.
Quellen
- Die Glashütten der ehemaligen Untersteiermark bis zum Zerfall der Monarchie 1918, Historischer Verein für Steiermark (Quelle 7), S. 130 (Besetzung der Glashütte 1724)
- Die Glaserzeugung in der Steiermark von den Anfängen bis 1913, Paul W. Roth (Quelle 6), S. 43 (Abschnitt: Die Hütten von Glashütten, ca. 1621-1738)
- Vom Waldglas zum ersten Industrieglas - 3000 Jahre steirisches Glas, Pressglas-Korrespondenz 2009-3 (Quelle 23), S. 391 (Abschnitt: Waldglashütten der Koralpenregion)