Glashütte Hirschenstein
1764 – 1839
Die Glashütte Hirschenstein wurde 1764 von Johann Ehrenreich Freiherr von Hackelberg im Tal des Einsiedelbaches gegründet. Im Zuge des Baus des Josefshofs (Schloss Hirschenstein), der als Wohnschlößchen und Wirtschaftshof diente, wurde die Anlage vom Berg hinunter in das Lainsitztal an die Ecke zum Einsiedelbach verlegt. Als bedeutende Spiegelglasfabrik der Herrschaft Groß-Pertholz exportierte sie ihre Erzeugnisse, wie etwa Judenmaßspiegel, bis nach Ungarn, Spanien und Russland. Der Betrieb dieser geschichtsträchtigen Hütte wurde schließlich am 22. September 1839 eingestellt. Der Pächter der Glashütte, Wenzel Zich, wohnte „auf der Schanz“ (Šance). Auf der Schanz selbst gab es keine Glashütte – damit war eigentlich die Hütte Hirschenstein gemeint.
Quellen
- Kirchenbuch Karlstift / Niederösterreich (Archiv St. Pölten)
- Pfarre Grosspertholz (Archiv St. Pölten) - siehe Matricula online
- Volkmar Köllner: Nachlass zu Glasmacherfamilien im Waldviertel, 1980er Jahre. Archiv Gmünd/Waldviertel.