Glashütte Klamm
1700 – 1835
Um 1700 entstand bei Klamm im Wienerwald eine Glashütte, vermutlich im Einflussbereich der Herrschaft Stollberg. Die umliegenden Wälder lieferten Holz als Brennstoff für die Öfen und zur Erzeugung von Pottasche, einem wichtigen Bestandteil der Glasmasse. Bereits ab 1705 sind Glasarbeiterfamilien in den Kirchenbüchern nachweisbar. Die Geburts- und Trauungsbücher der Jahre 1705 bis 1735 zeigen zudem eine bemerkenswert vielfältige Bevölkerung in Brand und Stößing: Menschen kamen aus Österreich, Deutschland, Polen, Ungarn, Pommern und sogar aus der Schweiz. Viele von ihnen waren ehemalige Soldaten. Um 1800 endete die ursprüngliche Glasproduktion. Im 19. Jahrhundert bestand hier zeitweise eine Spiegelfabrik. Der Ortsname „Glashütte“ erinnert bis heute an diese Vergangenheit.
Quellen
- Primo Calvi: Darstellung des politischen Bezirkes Hietzing Umgebung durch umfassende Beschreibung aller Dörfer, Ortschaften, Kirchen, Schulen, Schlösser, Anstalten und bemerkenswerten Objecte. Wien 1901.
- https://kloster-mariazell.topothek.at/data/Kloster_Mariazell87/files108/file27090.pdf