Glashütte Moosbrunn
1864 – 1978
Die 1864 gegründete Glashütte Moosbrunn in Niederösterreich war ein bedeutender Standort der Inwald-Betriebe, die Glaswaren wie Glaskolben für Glühlampen produzierten. In mehreren Produktionsphasen (1864–1878, 1884–1886, 1900–1978) prägte sie die regionale Industrie. Während des Zweiten Weltkriegs (1942–1945) wurde die Glashütte Teil des NS-Zwangsarbeitssystems: Ein Lager für ungarische Juden – Männer, Frauen und Kinder – existierte hier, wo die Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen in der Glasproduktion schuften mussten. Die Ruinen der Fabrik in der Glasfabrikstraße zeugen noch heute von dieser dunklen Episode. Nach 1945 endete die Zwangsarbeit, doch die Geschichte der Glashütte bleibt ein Mahnmal für Industrie, Ausbeutung und Widerstandskraft.
Quellen
- Geschichtewiki Wien G.V. (n.d.). *Zwangsarbeiterlager Moosbrunn, Glashüttenwerke*. Wien Geschichte Wiki.