Glashütte Paulina
1780 – 1851
Die Glashütte Paulina wurde 1780 von Graf Johann von Buquoi gegründet und nach seiner Nichte benannt. Sie war ein bedeutendes Zentrum für die Herstellung von Hohl- und Tafelglas. Besonders berühmt wurde sie durch die Produktion von hochwertigem Rubinglas, für das der Glasmacher Leopold Mayer 1803 eine Goldmedaille erhielt. Nach verschiedenen Pachtverhältnissen wurde der Betrieb ab 1814 unter herrschaftlicher Eigenregie geführt, bis er aufgrund zunehmender Unrentabilität und Holzmangels um 1851 eingestellt wurde
Quellen
- Bernleithner, Ernst: Alte Glashütten im niederösterreichisch-böhmischen Grenzgebiet. In: Jahrbuch für Landeskunde von Niederösterreich, Neue Folge 32 (1955/56), Wien 1958, S. 134–151
- Gattringer, Josef: Studien zur Geschichte Waldviertler Glashütten im Raume des ober- und niederösterreichischen Freiwaldes vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert, mit besonderer Berücksichtigung des Herrschaftsbereiches Großpertholz und Weitra. Dissertation, Universität Wien, 1988
- Knittler, Herbert (Hrsg.): Wirtschaftsgeschichte des Waldviertels. (= Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes 47), Horn – Waidhofen an der Thaya 2006
- Volkmar Köllner: Nachlass zu Glasmacherfamilien im Waldviertel, 1980er Jahre. Archiv Gmünd/Waldviertel.