Glashütte Schlesingerteich
1781 – 1821
Die Glashütte am Schlesingerteich zählte zu den Waldglashütten des Weinsberger Waldes nahe Bärnkopf. Der Betrieb ist urkundlich für 1821 in der Franziszeischen Landesaufnahme belegt; Kirchenbücher von Martinsberg weisen bereits ab 1781 auf Glasmachertätigkeit hin. Die Anlage bestand vermutlich aus Holzgebäuden mit steilem Dach und dem für Waldglashütten charakteristischen Rauchabzug. Verarbeitet wurde regionaler Quarz zu Gebrauchsglas. Die Dokumentation markiert die Spätphase traditioneller Waldhütten vor der industriellen Kohlebefeuerung.
Quellen
- Gattringer J. - Studien zur Geschichte Waldviertler Glashütten im Raume des ober- und niederösterreichischen Freiwaldes vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert mit besonderer Berücksichtigung des Herrschaftsbereiches Großpertholz und Weitra
- Volkmar Köllner: Nachlass zu Glasmacherfamilien im Waldviertel, 1980er Jahre. Archiv Gmünd/Waldviertel.