Glashütte Tscherniheim
1621 – 1879
Auf der abgelegenen Bodenalm in rund 1.230 Metern Höhe entstand spätestens im frühen 17. Jahrhundert Tscherniheim, die erste neuzeitliche Glashütte Kärntens. 1624 ist die im Aufbau befindliche Hütte urkundlich fassbar. Nach der Übernahme durch den Markt Hermagor prägten wechselnde Pächter und weitgereiste Glasmacherfamilien den Ort. Nach dem verheerenden Brand Hermagors 1726 geriet auch der Hüttenbetrieb in schwierige Zeiten; im selben Jahr wurde er an Adam Kagaß verpachtet. Später führte unter anderem die Familie Breiner die Glasfabrik. Hergestellt wurden Hohl-, Tafel- und hochwertig veredelte Gläser. Im 19. Jahrhundert lebte hier eine spezialisierte Arbeitersiedlung. 1879 endete die Produktion; bald darauf verschwand auch die Siedlung.
Quellen
- Prasch, Helmut (2008). Waldglas aus Oberkärnten 1621–1879 - Glashütte Tscherniheim. Pressglas-Korrespondenz, 2008-4. Selbstverlag.
- Kleine Zeitung (2024). Die Geschichte der ältesten Glashütte Kärntens. Kleine Zeitung, Kärnten section.
- Weißensee Tourism. Dem Waldglas auf der Spur. Accessed via weissensee.com.
- Weißensee News. Auf Entdeckungsreise im einstigen Glasmacherdorf Tscherniheim.
- Geschichtsverein Kärnten. Tscherniheim: Der verschwundene Ort. Ausflugstipps 2017–2018.
- Katholische Kirche Kärnten. Geschichten rund um das Glashuettendorf Tscherniheim.
- Tscherniheim - ein Glasbläserdorf und Kinder im Dutzend - https://www.weissensee-anno-dazumal.at/2025/05/02/tscherniheim-ein-glasbl%C3%A4serdorf-und-kinder-im-dutzend/
- GB V Stockenboi
- TrB III
- StB V, ANNO
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- GB V, GB VI
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- Prasch, Waldglas
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