Klasmühle Idolsberg
1447 – 1447
Die Klasmühle (Glasmühle) bei Idolsberg am Kamp ist durch einen Kaufvertrag vom 10. Februar 1447 belegt, den Jan von Jewspitz über die nahe dem „Glasberg" gelegene Anlage siegelte. Die Bezeichnung deutet auf eine Nutzung als Glasschleiferei hin; die genaue Lokalisierung des Glasberges ist jedoch nicht gesichert. Das Gföhler Urbar von 1602 nennt im Wolfshofer Amt einen „Glaserbach" als Fischwasser und Flurname (Fol. 792, 797), ohne Bezug auf einen aktiven Betrieb – eine etwaige Glasverarbeitung war demnach bereits erloschen. Ein räumlicher Zusammenhang mit dem 1447 genannten Glasberg ist nicht gesichert, angesichts der gemeinsamen Zugehörigkeit zum Wolfshofer Amt aber möglich.
Quellen
- Winkelbauer T. - Von Hüttenmeistern und Glasmachern, Aschenbrennern und Flußsiedern, S. 225
- Kugler E. - Ehemalige Glashütten im Gföhlerwald, S. 265
- Köllner V. - Alte Glashütten im Waldviertel und ihre Meister, S. 86
- Volkmar Köllner: Nachlass zu Glasmacherfamilien im Waldviertel, 1980er Jahre. Archiv Gmünd/Waldviertel.