Khünburgschen Hütte
1730 – 1764
Die in den Quellen auch als „Alte Hütte“ oder „Hütte der Herrschaft Gleinstätten Graf Khünburg“ bezeichnete Glashütte, war eine bedeutende Produktionsstätte der frühen Glaserzeugung in der weststeirischen Soboth-Region auf der Koralpe. In Betrieb von etwa 1730 bis 1764, stellt sie ein wichtiges Glied in der Geschichte der regionalen Waldglashütten dar. Diese Hütten waren für ihren massiven Holzverbrauch zur Befeuerung der Schmelzöfen und zur Pottaschegewinnung bekannt, was oft zur Verlagerung des Standorts zwang, sobald die umliegenden Wälder erschöpft waren. Die Forschungen des Geologen Dr. Alois Kieslinger ermöglichten es, die Spuren dieser heute fast vergessenen Stätte wissenschaftlich zu dokumentieren. Sie markiert historisch den Übergang von der älteren Hütte auf der Lavamünder Alpe hin zur berühmten Glashütte St. Vinzenz.
Quellen
- Kieslinger, Alois (1929): „Die alten Glashütten in der Koralpe“. In: Weststeirische Rundschau, Ausgaben vom 25. Mai, 1. Juni und 8. Juni 1929. Deutschlandsberg
- Bernhard, Andreas (2009): Vom Waldglas zum ersten Industrieglas – 3000 Jahre steirisches Glas